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BUNDESWEHR Vortrag über Leeraner Bundeswehrsanitäter im Einsatz von Mali bis Afghanistan

Von Philipp Johannßen

WITTMUND/ LEER /PJ – Ihr Ziel ist es, jeden Bundeswehrsoldaten im Auslandseinsatz wieder gesund nach Hause zubringen – und das möglichst schnell. Das Kommando Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst (SES) der Bundeswehr ist jederzeit in Alarmbereitschaft, um in den Krisenherden dieser Welt Leben zu retten. Oberstarzt Dr. Ralf Hoffmann ist Kommandeur der SES in Leer, 800 Einsatzkräfte unterstehen seinem Kommando. Im Februar war er zuletzt in Afghanistan, erst vorige Woche kehrte er aus dem Kampfgebiet in der Ostukraine zurück. Am Dienstagabend berichtet er davon im Casino„Richthofen“ der Kaserne in Wittmund vor Soldaten und Reservisten.„Jederzeit – weltweit“ ist das Motto der SES-Truppe.

100 Soldaten aus den Standorten Leer und Schwanewede sind deshalb in ständiger Rufbereitschaft, um binnen 24Stunden verlegebereit zu sein. Bald schon könnten die Telefone wieder klingeln. Dann soll es nach Westafrika gehen, um Ebola-Infizierte zu behandeln. Für die SES sind diese Einsätze mit einem großen logistischen Aufwand verbunden, denn neben den Sanitätern werden auch mobile Rettungszentren verlegt, um eine Versorgung nach deutschen Standards zu gewährleisten.„Die Krankenhäuser in Entwicklungsländern könnten unsere Soldaten gar nicht versorgen“, sagt Hoffmann. Zum einen fehlt es dort am Material, zum anderen sind die Krankenhäuser meist selbst schon überbelegt. Er versichert, dass Transporte von mobilen Rettungszentren von den derzeitigen Pannen bei der Bundeswehr nicht beeinflusst werden. Die Rettungshubschrauber der Bundeswehr seien neu und die Transportlogistik greife auf alle möglichen Verkehrswege zurück, um das Material zu verlegen. Für die richtigschweren Transporte werden ohnehin russische Antonow-Maschinen gechartert, berichtet der Oberstarzt. Probleme bereiten der Bundeswehr vielmehr andere Materialien, wie die Ebola-Schutzanzüge. Diese seien derzeit nicht nur ausverkauft, so Hoffmann, sondern auch der Einkaufspreis sei seit des neuesten Ausbruchs des Virus von sechs auf 60 Dollar gestiegen. Der Bundeswehrarzt geht dennoch davon aus, noch im Oktober nach Westafrika zufliegen, um dort zu behandeln und Leben zu retten.

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