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    Vernetzte Sicherheit - vernetzte Sicherheitspolitik"
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    Vortragsabend
    Vernetzte Sicherheit - vernetzte Sicherheitspolitik"
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  • Fr, 17. Februar 2012
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    zum Vortrag am 15.02.2012
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    optimiertem Ressourceneinsatz"
  • Mo, 30. Januar 2012
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    2012
  • Mi, 18. Januar 2012
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    mit Dr. Heinrich Heiter
  • So, 15. Januar 2012
    Bremervörde / Zeven
    Bericht der Bremervörder Zeitung
    zum Vortrag von Oberst Kirsch
    am 12.01.2012
  • So, 15. Januar 2012
    Bremervörde / Zeven
    Pressebericht zum Vortrag
    von Oberst Ulrich Kirsch "Eine neue Phase der Unsicherheit"

Nachschau - Veranstaltung am 12.01.2012

 

Vortragsabend

zum Thema

Die Neuausrichtung der Bundeswehr -

ein kritischer Blick auf die große Reform

Referent:

Oberst Ulrich Kirsch

Bundesvorsitzender

Deutscher Bundeswehrverband e.V.

am Donnerstag, 12. Januar 2012, 19:30 Uhr

Kaserne Seedorf

*****

Pressebericht

vom 15.01.2012

Soldaten bei der Reform mitnehmen

Bundeswehrverbandsvorsitzender Oberst Ulrich Kirsch spricht in der Fallschirmjäger-Kaserne Seedorf über Situation der Bundeswehr

VON CARMEN MONSEES

SEEDORF. Kompetenz, Engagement und Insiderwissen hat am Donnerstag der Vorsitzende des Deutschen Bundeswehrverbandes im Vortragssaal der Seedorfer Fallschirmjäger- Kaserne bewiesen. Auf Einladung des Standortältesten der Fallschirmjäger- Kaserne, der Gesellschaft für Wehr-und Sicherheitspolitik sowie des Reservistenverbandes referierte Oberst Ulrich Kirsch zum Thema ,,Die Neuausrichtung der Bundeswehr – ein kritischer Blick auf die große Reform“.

Sprach in der Seedorfer Kaserne über die Bundeswehrreform: Oberst Ulrich Kirsch,

Vorsitzender des Bundeswehrverbandes. Foto: Monsees

Nach den Entscheidungen zur Umstrukturierung der Bundeswehr und ihrer Standorte laufen jetzt die Arbeiten an der Feinplanung der Streitkräfte. Es gebe viele offene Fragen, sagte General Reinhardt Zudrop, Kommandeur der Luftlandebrigade 31. Deshalb sei es erfreulich, mit Oberst Kirsch einen kompetenten Referenten zu Gast zu haben.

Der Bundeswehrverband erwarte Angebote vom Verteidigungsministerium, die den freiwilligen Dienst in den Streitkräften attraktiver machten, sagte Kirsch. Neben dem Personalabbau sei dies ein Schwerpunkt im Reformbegleitprogramm und im entsprechenden Gesetz. Bis zum Jahr 2015 sollen 1,05 Milliarden Euro für diese Reform bereitgestellt werden. Der Bundesvorsitzende forderte, dass die Reduzierung um rund 11 000 Berufssoldaten einvernehmlich und sozialverträglich mit den Betroffenen geregelt wird. ,,Die Reform werden nicht diejenigen tragen müssen, die aus den Streitkräften ausscheiden, sondern die Menschen, die in den Streitkräften verbleiben“, sagte Kirsch. Um den Dienst attraktiver zu gestalten, müsse der finanzielle Ausgleich für den mehr geleisteten Dienst erhöht werden. Zu den Forderungen gehörte auch ein dauerhaftes Wahlrecht ohne Begrenzung auf reformbedingte Versetzung.

Mit den Standortentscheidungen sei die Neuausrichtung der Bundeswehr vorangekommen, meinte der Oberst. Bei weniger Personalkörper seien weniger Standorte unumgänglich. Das Verteidigungsministerium müsse jetzt unverzüglich die Feinplanung darlegen. Die Soldaten wie die zivilen Beschäftigten benötigten Planungssicherheit.

Ebenfalls gelte es, die Härten der Neuausrichtung sozial abzufedern. Reformverlierer dürfe es nicht geben. Kritisch sah Kirsch, dass die Reform an den Sparmaßnahmen des Bundeshaushaltes ausgerichtet sei. Weder Veränderungen in den Streitkräften noch eine neue sicherheitspolitische Lage hätten die Grundlage zur Neuausrichtung gebildet. Im Interesse der Sicherheit Deutschlands und des Ansehens in der internationalen Gemeinschaft müsse die gesamte Aufgabenbreite weiter ordentlich bedient werden können. Notwendig sei auch eine breite gesellschaftliche Debatte zur Definition der sicherheitspolitischen Interessen Deutschlands. Erst dann könne feststehen, wie viel Personal und Mittel die Bundeswehr benötige. Die sechste Umstrukturierung der Bundeswehr seit 1990 habe die Soldaten reformmüde werden lassen, meinte Kirsch. Sie würden zwar die Notwendigkeit anerkennen, doch müssten sie auf diesem Weg auch mitgenommen werden. Schließlich müssten die Soldaten die Neuausrichtung mit Leben erfüllen und gestalten.

Auf der sicherheitspolitischen Ebene sei die Bundeswehr auf qualifizierte Fachkräfte angewiesen. Das Versäumnis, den Dienst in der Bundeswehr attraktiver zu gestalten, habe dazu geführt, dass Ärzte und Piloten der Bundeswehr regelrecht ,,weggelaufen“ seien, erinnerte Kirsch. Generell sei eine Freiwilligenarmee noch mehr auf qualifiziertes Personal angewiesen als eine Wehrpflichtarmee. Um routinierte Soldatinnen und Soldaten sowie erfahrene zivile Beschäftigte im Bundeswehrdienst zu halten, müssten attraktive Rahmenbedingungen geschaffen werden, machte Kirsch mehrfach deutlich. Kritisch sah der Verbandsvorsitzende die Lücken in der Einsatzversorgung. Erst mit Inkrafttreten des Einsatzversorgungs-Verbesserungsgesetzes im Januar seien die wichtigsten Probleme behoben worden. Durch die Auslandseinsätze sei die Bundeswehr bei Politik und Öffentlichkeit stärker in den Mittelpunkt gerückt. Insofern sei es notwendig, sie noch besser auf diese Aufgaben auszurichten. Kirch: „Die Mission in Bosnien- Herzegowina oder die Operation zur Pirateriebekämpfung werden zu Daueraufgaben.“ . Kirsch räumte ein, dass die Politik Ansätze unternommen habe, die Angehörigen in der Bundeswehr auf dem Reformweg einzubinden. Mit Argusaugen werde der Bundeswehrverband darüber wachen, dass es nicht bei diesen Ansätzen bliebe. Klar sei, so Kirsch: Die Neuausrichtung müsse ein Erfolg werden. Eine weitere große Reform in fünf Jahren wäre keine Alternative. „Das wiederum wäre das schlechteste, was den Angehörigen in der Bundeswehr passieren könne.“
 

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