Nachschau - Veranstaltung am 10.04.2014

 

Referentin:

Dr. Ingrid Laurien

Lehrbeauftragte der Universitäten

Göttingen und Stellenbosch, Südafrika

 

am Donnerstag, 10. April 2014, 20.00 Uhr

im Gorch-Fock-Haus

Viktoriastr. 15, Wilhelmshaven

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Pressebericht

vom 14.04.2014


AFRIKA: Dr. Ingrid Laurien referierte

WILHELMSHAVEN/LR – „Afrika zwischen Konflikten und Wirtschaftswachstum“: Unter diesem Titel referierte vor der Sektion Wilhelmshaven und Friesland der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik Dr. Ingrid Laurien.

Die Referentin studierte in Göttingen Germanistik, Geschichte und Politikwissenschaft, Promotion, von 1986 bis 1992. Von 1999 bis 2004 leitete sie das Informationsbüros Südafrika in Johannesburg des Deutscher Akademischen Austausch-Dienstes, lehrt seit 2007 an der Universität Stellenbosch, Südafrika. Jährliche Aufenthalte führen sie nach Kenia. Zahlreiche Veröffentlichungen zu Ostafrika zeugen von ihrer Kennerschaft der Region.

„Afrika“ ist nach ihren Feststellungen wieder stärker in die Schlagzeilen gekommen, seitdem über eine Neuausrichtung der bundesrepublikanischen Außenpolitik debattiert wird, die auch verstärkte Einsätze der Bundeswehr auf dem afrikanischen Kontinent umfasst. Dabei gingen die Meinungen über den Zustand des Kontinents im letzten Jahrzehnt weit auseinander. Während noch 2002 führende deutsche Afrika-Wissenschaftler ein düsteres Zukunftsszenario gezeichnet hatten, mussten sie sich bereits einige Jahre später korrigieren. Einige afrikanische Staaten weisen inzwischen ökonomische Wachstumsraten auf, die zu den höchsten weltweit gehören.

Die Wirtschaftsberatung Mc Kinsey rief zu verstärkten Investitionen auf dem Kontinent auf, auch in Deutschland erschienen einige enthusiastische Publikationen. Auf der anderen Seite häufen sich besorgniserregende Nachrichten über den Zusammenbruch ganzer Staaten, über blutige Bürgerkriege bis hin zum drohenden Genozid. Der Flüchtlingsstrom über das Mittelmeer hält unvermindert an.

Laurien beleuchtete sowohl die positiven wie auch die besorgniserregenden Entwicklungen und zeichnete ein differenziertes Bild dieses vielfältigen Kontinents. Dabei verwies sie auf die historische Erbschaft des Kolonialismus, die nach 50 Jahren Unabhängigkeit noch immer zu spüren sei. Thema waren auch Staatenbildung und Demokratisierung, „Neue Kriege“ und „Failed States“, sowie die Position des Kontinents auf dem Weltmarkt und gegenüber Europa.

 

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