Nachschau - Veranstaltung am 20.02.2014

 

Referent:

Dr. Hans-Günter Fröhling

Diplom-Pädagoge, Sozialwissenschaftler und GfW-Sektionsleiter Koblenz

am Donnerstag, 20. Februar 2014, 20.00 Uhr

im Gorch-Fock-Haus

Viktoriastr. 15, Wilhelmshaven

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Eigenbericht der Sektion Wilhelmshaven / Friesland

 Von Dieter Wilde

Der Dozent und Publizist Dr. Hans-Günter Fröhling referierte kürzlich vor der Sektion Wilhelmshaven und Friesland der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik zu den Perspektiven deutscher Sicherheitspolitik. Fröhling war als Berufssoldat bei der Bundeswehr tätig, davon viele Jahre als Sozialwissenschaftler im Bereich Politische Bildung am Zentrum Innere Führung in Koblenz. Am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik der Universität Hamburg ist er Mitglied der Kommission „Europäische Sicherheit und Zukunft der Bundeswehr“.

Auf der Grundlage des Weißbuches zur Sicherheitspolitik Deutschlands und der Zukunft der Bundeswehr aus dem Jahr 2006 führte der Vortragende aus: Deutschlands Platz in der Welt wird wesentlich bestimmt von unseren Interessen als starker Nation in der Mitte Europas und unserer internationalen Verantwortung für Frieden und Freiheit. Deutsche Sicherheitspolitik ist den Werten und Grundsätzen der freiheitlich demokratischen Ordnung des Grundgesetzes und des Völkerrechts verpflichtet. Deutschland nimmt als gestaltendes Mitglied der internationalen Staatengemeinschaft seine Interessen wahr und setzt sich aktiv für eine bessere und sichere Welt ein. Wir wollen als starker Partner in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt dienen.

Dr. Fröhling äußerte sich auch zu den sicherheitspolitischen Interessen Deutschlands:

·        Sicherheit und Schutz der Bürgerinnen und Bürger Deutschlands;

·        territoriale Integrität und Souveränität Deutschlands und seiner Verbündeten;

·        Wahrnehmung internationaler Verantwortung. Dabei gilt es, Krisen und Konflikte zu verhindern,

          vorbeugend einzudämmen und zu bewältigen, die die Sicherheit Deutschlands und seiner

          Verbündeten beeinträchtigen;

·       außen- und sicherheitspolitische Positionen nachhaltig und glaubwürdig zu vertreten und

         einzulösen; die transatlantische und europäische Sicherheit und Partnerschaft zu stärken;

·        für die internationale Geltung der Menschenrechte und der demokratischen Grundsätze

         einzutreten, das weltweite Respektieren des Völkerrechts zu fördern und die Kluft zwischen armen

         und reichen Weltregionen zu reduzieren;

·       einen freien und ungehinderten Welthandel sowie den freien Zugang zur Hohen See und zu

         natürlichen Ressourcen zu ermöglichen.

Die Haupthindernisse einer wirksamen Umsetzung der sicherheitspolitischen Ziele sieht Fröhling in der Zersplitterung der Nationalen Zuständigkeiten. Über 300 Referate sind in Deutschland daran beteiligt. Außerdem vermisst er den klaren Rückhalt in der Bevölkerung. Der durch NATO und EU gesicherte Frieden hat das Gefühl einer Bedrohung weitgehend vergessen lassen. Die Bereitschaft, sich mit diesen Fragen zu beschäftigen und auch die ggf. erforderlichen Opfer zu erbringen, ist bei den Bürgerinnen und Bürgern in unserer Gesellschaft nicht weit verbreitet.

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Pressebericht

vom 26.02.2014


SICHERHEITSPOLITIK Vortrag beleuchtete Perspektiven
 

WILHELMSHAVEN/LR – „Perspektiven Deutscher Sicherheitspolitik“ – unter diesem Titel referierte vor der Sektion
Wilhelmshaven und Friesland
der Gesellschaft für Wehrund
Sicherheitspolitik Dr.
Hans-Günter Fröhling,
Oberstleutnant d.R. (der Reserve,
Anm. d. Red.) sowie Dozent
und Publizist.
Fröhling war als Berufssoldat
bei der Bundeswehr tätig.
Viele Jahre arbeitete er am
Zentrum Innere Führung als
Sozialwissenschaftler im Bereich
Politische Bildung. Am
Institut für Friedensforschung
und Sicherheitspolitik der
Universität Hamburg ist er
Mitglied der Kommission
„Europäische Sicherheit und
Zukunft der Bundeswehr“.
Zu den sicherheitspolitischen
Interessen Deutschlands
zählen nach seinen
Worten die Sicherheit und der
Schutz der Bürger, die territoriale
Integrität und Souveränität
Deutschlands und seiner
Verbündeten und die Wahrnehmung
internationaler Verantwortung.
Dabei gelte es,
Krisen und Konflikte zu verhindern,
vorbeugend einzudämmen
und zu bewältigen,
die die Sicherheit Deutschlands
– und seiner Verbündeten
beeinträchtigen.
Außerdem seien außenund
sicherheitspolitische
Positionen nachhaltig und
glaubwürdig zu vertreten und
einzulösen und die transatlantische
und europäische Sicherheit
und Partnerschaft zu
stärken. Daneben steht das
Eintreten für die internationale
Geltung derMenschenrechte
und der demokratischen
Grundsätze und das weltweite
Respektieren des Völkerrechts
auf der Agenda. Die Kluft zwischen
armen und reichen
Weltregionen soll reduziert
und ein freier und ungehinderter
Welthandel sowie der
freie Zugang zur hohen See
und zu natürlichen Ressourcen
ermöglicht werden.
Die Haupthindernisse
einer wirksamen Umsetzung
der sicherheitspolitischen
Ziele sieht Fröhling in der Zersplitterung
der nationalen Zuständigkeiten.
Über 300 Stellen
seien daran beteiligt. Außerdem
vermisst er den klaren
Rückhalt in der Bevölkerung.
Der durch NATO und EU gesicherte
Frieden habe das Gefühl
einer Bedrohung weitgehend
vergessen lassen. Die
Bereitschaft, sich mit diesen
Fragen zu beschäftigen und
gegebenenfalls Opfer zu bringen,
sei nicht weit verbreitet.

 

 

 

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